# Jenseits der zweiten Stunde: Energie, Aminosäuren und Fettstoffwechsel im Langdistanzsport

> Über zwei Stunden Belastung greift der Körper eigene Substanz an. Was Forschung zu Protein während der Belastung und Fettoxidation zeigt - und wie WOO® Ultra Endurance Orange aufgestellt ist.

Ab der zweiten Stunde ändert sich die Aufgabe. Nicht mehr «genug Energie liefern» ist das Problem, sondern «den Körper davon abhalten, sich selbst zu verbrauchen». Wer Langdistanz macht, kennt den Punkt, an dem ein reines Kohlenhydratgetränk nicht mehr genügt.

## Was nach zwei Stunden im Körper passiert

Romijn und Kollegen (1993) zeigten, wie sich die Substratnutzung mit Dauer und Intensität verschiebt: je länger die Belastung, desto grösser der Anteil der Fettoxidation an der Energiebereitstellung - vorausgesetzt, die Intensität lässt es zu. Gleichzeitig sinken die Glykogenspeicher, und der Körper beginnt vermehrt, Aminosäuren aus der Muskulatur zur Energiegewinnung heranzuziehen. Dazu kommt mechanische Belastung. Bei einem Marathon oder einer sechsstündigen Radausfahrt geht es also um drei Dinge gleichzeitig - Energie, Flüssigkeit und Substanzschutz.

## Protein während der Belastung

Saunders und Kollegen (2004) verglichen bei Radfahrern ein Kohlenhydratgetränk mit einem Kohlenhydrat-Protein-Getränk: Die Zeit bis zur Erschöpfung verlängerte sich, und die Creatinkinase-Werte nach der Belastung - ein Marker für Muskelschädigung - waren niedriger. Betts und Williams (2010) ordneten die Studienlage ein: Der Nutzen zusätzlicher Aminosäuren zeigt sich vor allem bei langen Belastungen und wenn die Kohlenhydratzufuhr nicht bereits maximal ist. Unter 90 Minuten ist Protein im Getränk verzichtbar; über zwei Stunden ändert sich die Rechnung. Protein **trägt zur Erhaltung und zum Aufbau von Muskelmasse bei**.

## Warum Monosaccharide und Fett zusammen funktionieren

Fructose, Galaktose und D-Ribose sind Einfachzucker mit unterschiedlichen Aufnahmewegen - Fructose über GLUT5, Galaktose über einen eigenen Leberstoffwechselweg. Diese Verteilung reduziert den Druck auf einen einzelnen Transporter. Kokosfettpulver liefert dazu mittelkettige Triglyceride, die über die Pfortader direkt zur Leber gelangen und damit schneller verfügbar sind als langkettige Fette. **L-Carnitin** ist biochemisch der Shuttle, der langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien transportiert - der Schritt, ohne den Fett nicht verbrannt werden kann. Bei sehr langen Belastungen, in denen Fett einen relevanten Teil der Energie liefert, ist dieser Weg der eigentliche Motor.

## Wie WOO® Ultra Endurance Orange aufgestellt ist

**[WOO® Ultra Endurance Orange](/de/shop/woo-ultra-endurance-orange-box)** ist explizit für Belastungen über zwei Stunden gebaut. Ein Beutel entspricht 50 g, wird in 750 ml Wasser gelöst und liefert 195 kcal, 32 g Kohlenhydrate, 7.3 g Eiweiss und 4.1 g Fett. Die Proteinseite besteht aus freien Aminosäuren: BCAA-Komplex mit L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin sowie alle acht essentiellen Aminosäuren, dazu L-Carnitin und Meersalz. Die Box umfasst zwölf Beutel - in der Praxis eine komplette Wettkampfvorbereitung: acht bis zehn für die langen Einheiten, in denen man die Verträglichkeit testet, und zwei bis drei für den Renntag. Der Orangengeschmack ist die klassische Wettkampfwahl: kräftig genug, um nach vier Stunden noch wahrgenommen zu werden, und vertraut genug, um nicht zu überraschen. WOO® Ultra Endurance ist laktose- und glutenfrei.

## Häufige Fragen

**Ab wann lohnt sich ein proteinhaltiges Sportgetränk?**
Ab etwa zwei Stunden Belastungsdauer. Darunter reicht ein reines Kohlenhydratgetränk, darüber sprechen die Daten für zusätzliche Aminosäuren.

**Muss ich die Mischung im Training testen?**
Ja, unbedingt. Magenverträglichkeit ist individuell und trainierbar. Genau darum sind zwölf Beutel sinnvoll: Der Renntag soll die Wiederholung sein, nicht das Experiment.

**Was ist der Unterschied zu einem klassischen Energy Drink?**
Ein klassisches Sportgetränk liefert Kohlenhydrate und Elektrolyte. WOO® Ultra Endurance Orange ergänzt Aminosäuren und MCT-Fett - relevant erst dann, wenn die Belastung so lange dauert, dass der Körper auf eigene Substanz zugreift.

## Quellen

Romijn JA et al. (1993), American Journal of Physiology - Regulation of endogenous fat and carbohydrate metabolism in relation to exercise intensity and duration.
Saunders MJ, Kane MD, Todd MK (2004), Medicine & Science in Sports & Exercise - Effects of a carbohydrate-protein beverage on cycling endurance and muscle damage.
Betts JA, Williams C (2010), Sports Medicine - Short-term recovery from prolonged exercise: exploring the potential for protein ingestion.
Longo N et al. (2016), Biochimica et Biophysica Acta - Carnitine transport and fatty acid oxidation.

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