# D-Ribose und der ATP-Pool: was nach harten Intervallen wirklich fehlt

> Nach hochintensiven Belastungen verliert die Muskelzelle einen Teil ihres Adeninnukleotid-Pools - und braucht Tage, um ihn zu ersetzen. Wo D-Ribose ansetzt, was belegt ist, und wie WOO® Liquid Energy aufgestellt ist.

ATP wird im Muskel nicht verbraucht wie Benzin im Tank - es wird umgesetzt und laufend wieder aufgebaut. Nach sehr harten Belastungen geht allerdings ein Teil der Bausubstanz tatsächlich verloren. Und dieser Verlust ist deutlich langsamer zu beheben, als die meisten annehmen.

## Der Umsatz ist gewaltig, der Vorrat winzig

Ein Erwachsener setzt pro Tag ungefähr sein eigenes Körpergewicht an **ATP** um. Gleichzeitig reicht der ATP-Vorrat in einer Muskelzelle nur für zwei bis drei Sekunden maximaler Kontraktion. Was Leistung ermöglicht, ist nicht der Vorrat, sondern die Geschwindigkeit der Wiederaufladung - über Kreatinphosphat, Glykolyse und oxidative Phosphorylierung in den Mitochondrien.

## Was bei sehr harter Belastung tatsächlich verloren geht

Bei hochintensiven Intervallen fällt mehr ADP an, als sofort rephosphoryliert werden kann. Über die Adenylatkinase entsteht AMP, das von der AMP-Desaminase zu **IMP** umgebaut wird. Ein Teil davon verlässt die Zelle als Inosin und Hypoxanthin - und ist damit weg.

Der **Adeninnukleotid-Pool** der Muskelzelle kann dadurch spürbar sinken (Tullson & Terjung 1991). Nachgefüllt wird er über De-novo-Synthese und Salvage-Weg, und das dauert: je nach Belastung 24 bis 72 Stunden. Der limitierende Schritt ist die Bereitstellung von PRPP - einer Verbindung, die aus **Ribose-5-phosphat** über den Pentosephosphatweg entsteht. Im Skelettmuskel läuft dieser Weg langsam.

## D-Ribose: der Umweg um den langsamen Schritt

Genau hier setzt **D-Ribose** an. Als Pentose umgeht sie den geschwindigkeitsbestimmenden Schritt und fliesst direkt in den Nukleotid-Aufbau ein.

Hellsten et al. (2004) prüften das nach intensivem Intervalltraining: Die Wiederauffüllung des Adeninnukleotid-Pools verlief unter Ribose messbar schneller. Ehrlicherweise gehört dazu, dass sich das nicht automatisch in Leistung übersetzt - Op 't Eijnde et al. (2001) fanden bei wiederholten maximalen Belastungen keinen Leistungsvorteil. Der Mechanismus ist gut belegt, der Transfer auf die Wettkampfzeit ist es nicht.

## Warum die flüssige Form eine eigene Logik hat

Während der Belastung ist die Aufnahme das Nadelöhr: Der Magen entleert Flüssiges schneller als Festes, und ein Pulver muss zuerst angerührt werden. Ein Fläschchen mit 75 ml lässt sich unterwegs in Sekunden zuführen.

Diese Form kombiniert zwei Kohlenhydratprofile: **Maltodextrin** als rasch verfügbaren Energieträger und **resistentes Dextrin**, das langsamer verdaut wird. Die Portion liefert 25 g Kohlenhydrate, davon 7.3 g Zucker.

## Wie WOO® Liquid Energy aufgestellt ist

**[WOO® Liquid Energy](/de/shop/woo-liquid-energy)** ist ein Trinkfläschchen zu 75 ml mit 1000 mg D-Ribose pro Portion; die Packung enthält zehn Portionen. Dazu kommen Fruchtsaftzubereitung, Agavensirup, Meersalz, astaxanthinreiches Oleoresin (1.25 mg) und ein Vitaminprofil.

Zu den enthaltenen Nährstoffen bestehen zugelassene Aussagen: **Vitamin C** (70 mg, 88% NRV) trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei und hilft, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. **Niacin** (16 mg NE, 100% NRV) trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. **Zink** (5 mg) trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Für Astaxanthin bestehen dagegen keine von der EFSA zugelassenen Health Claims.

Ein Fläschchen vor oder während der Belastung. Vegan, laktose- und glutenfrei.

## Häufige Fragen

**Ist Ribose ein Ersatz für Kohlenhydrate im Wettkampf?**
Nein. 1 g Ribose ist keine relevante Energiemenge - sie wirkt als Substrat im Nukleotidstoffwechsel, nicht als Treibstoff.

**Wann ist der Einsatz am plausibelsten?**
Bei wiederholten hochintensiven Belastungen und in dichten Wettkampf- oder Turnierphasen.

**Was bringen die zwei Kohlenhydratquellen?**
Maltodextrin steht rasch zur Verfügung, resistentes Dextrin wird kaum im Dünndarm verdaut. Die Kombination flacht den Verlauf ab.

## Quellen

Tullson PC & Terjung RL (1991), Exercise and Sport Sciences Reviews - Adenine nucleotide metabolism in contracting skeletal muscle.
Hellsten Y et al. (2004), American Journal of Physiology - Effect of ribose supplementation on resynthesis of adenine nucleotides after intense intermittent training in humans.
Op 't Eijnde B et al. (2001), Medicine & Science in Sports & Exercise - No effects of oral ribose supplementation on repeated maximal exercise and de novo ATP resynthesis.
Earnest CP et al. (2011), International Journal of Sports Medicine - Effect of astaxanthin on cycling time trial performance.

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