# Peptide statt Protein: warum die Molekülgrösse über das Tempo entscheidet

> Ein «schnelles» Protein ist nicht eiweissreicher, sondern kleiner zerlegt. Was PepT1, Aufnahmekinetik und Leucinanstieg damit zu tun haben - und wie WOO® Lachsprotein aufgestellt ist.

Nicht jede Proteinquelle erreicht den Blutkreislauf im gleichen Tempo. Der Unterschied zwischen einem «schnellen» und einem «langsamen» Protein liegt nicht am Eiweissgehalt auf der Packung, sondern an der Molekülgrösse - und daran, welchen Weg die Bruchstücke durch die Darmwand nehmen.

## Zwei Wege durch die Darmwand

Ein Protein muss zerlegt werden, bevor etwas davon im Blut ankommt. Für die Aufnahme stehen zwei Systeme bereit: spezifische Transporter für freie Aminosäuren - und **PepT1 (SLC15A1)**, ein protonengekoppelter Transporter für Di- und Tripeptide.

PepT1 hat eine breite Substratspezifität und eine hohe Kapazität. Daniel (2004) fasste zusammen, was daraus folgt: Ein erheblicher Teil des aufgenommenen Stickstoffs passiert die Darmwand nicht als freie Aminosäure, sondern als kurzes Peptid. Wer ein Protein füttert, das bereits enzymatisch in Peptide gespalten ist, überspringt einen Teil der Verdauungsarbeit.

## Schnell und langsam: der klassische Versuch

Boirie et al. (1997) verglichen in einer heute vielzitierten Arbeit zwei Milchproteine. **Whey** liess den Aminosäurespiegel innert rund einer Stunde steil ansteigen und ebenso rasch wieder fallen. **Casein** flockte im Magen aus und gab über sieben Stunden verzögert ab.

Das Ergebnis war nicht «besser oder schlechter», sondern zwei Profile: Das schnelle Protein löste die stärkere akute Anregung der Proteinsynthese aus, das langsame bremste den Proteinabbau nachhaltiger. Hydrolysierte Proteine - Lachspeptide gehören dazu - liegen am schnellen Ende dieses Spektrums, mit einem Maximum im Blut bereits 20 bis 30 Minuten nach der Einnahme.

## Warum die Anstiegsgeschwindigkeit zählt

Die Muskelproteinsynthese reagiert nicht nur auf die Menge, sondern auf die Dynamik: Ein rascher Anstieg der Leucinkonzentration ist ein stärkerer Auslöser als ein flaches Plateau. Witard et al. (2014) zeigten, dass die Syntheserate mit steigender Proteindosis anstieg und um etwa 20 g pro Mahlzeit in eine Sättigung lief.

Das relativiert sich allerdings: Die Metaanalyse von Morton et al. (2018) zeigt, dass die tägliche Gesamtproteinmenge klar den grösseren Effekt auf Muskelmasse und Kraft hat als Quelle oder Timing. Die Kinetik ist der Feinschliff, nicht das Fundament.

## Laktosefrei ohne Umweg

Whey stammt aus Milch und enthält je nach Verarbeitungsgrad Restlaktose sowie Milchproteinallergene. Für viele Erwachsene ist das ein praktisches Problem: Blähungen nach dem Shake sind selten Einbildung.

Marine Proteinquellen umgehen das strukturell: kein Milchzucker, keine Molkenproteine, kein Gluten.

## Wie WOO® Lachsprotein aufgestellt ist

**[WOO® Lachsprotein](/de/shop/woo-lachs-protein-can)** basiert auf Lachspeptiden (Salmen Peptide®) mit einem Eiweissgehalt von 80% und weniger als 1% Zucker. Eine Portion von 30 g liefert 24 g Eiweiss bei 104 kcal; die 600-g-Dose reicht für 20 Portionen. Enthalten sind zudem Ascorbinsäure sowie der Zitronenverbeneextrakt Recoverben®; abgerundet wird das Pulver mit Orangen- und Vanillearoma. 100% laktose- und glutenfrei.

Empfohlen als Proteinergänzung zu den Mahlzeiten oder nach dem Krafttraining.

## Häufige Fragen

**Ist Fischprotein dem Whey ebenbürtig?**
Fischprotein ist ein vollständiges Protein mit allen essentiellen Aminosäuren. Die Studienlage zum Muskelaufbau ist für Whey umfangreicher - was mehr über die Forschungsgeschichte aussagt als über die Qualität der Quelle.

**Wie viele Portionen pro Tag sind sinnvoll?**
Als Richtwert gelten 1.6 bis 2.2 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich, verteilt auf drei bis vier Portionen von je etwa 20 bis 40 g. Eine Portion deckt davon einen Teil - die Basis bleibt die Ernährung.

**Muss ich es direkt nach dem Training trinken?**
Das berühmte anabole Fenster ist deutlich breiter als früher angenommen.

## Quellen

Boirie Y et al. (1997), Proceedings of the National Academy of Sciences - Slow and fast dietary proteins differently modulate postprandial protein accretion.
Daniel H (2004), Annual Review of Physiology - Molecular and integrative physiology of intestinal peptide transport.
Witard OC et al. (2014), American Journal of Clinical Nutrition - Myofibrillar muscle protein synthesis rates subsequent to a meal in response to increasing doses of whey protein.
Morton RW et al. (2018), British Journal of Sports Medicine - A systematic review, meta-analysis and meta-regression of the effect of protein supplementation on resistance training-induced gains in muscle mass and strength.

*WOO® Lachsprotein - im NEMAPO Shop.*
