# Warum Kollagen-Studien mit fixen Grammzahlen arbeiten

> Jede dritte Aminosäure im Kollagen ist Glycin - kein anderes Nahrungsprotein ist so einseitig gebaut. Was das biochemisch bedeutet und warum 30 abgemessene Portionen mehr sind als Bequemlichkeit.

Kollagen wird fast immer über seine Wirkung diskutiert und fast nie über seine Bausteine. Dabei ist es chemisch schlicht ein Protein - eines mit einem sehr ungewöhnlichen Aminosäuremuster. Genau dieses Muster erklärt, warum sich Kollagen anders verhält als Whey oder Erbsenprotein.

## Jede dritte Aminosäure ist Glycin

Kollagen ist als Tripelhelix gebaut: drei Polypeptidketten, die sich umeinander winden. Damit das geometrisch aufgeht, muss an jeder dritten Position eine Aminosäure mit möglichst kleiner Seitenkette sitzen. Nur **Glycin** erfüllt das - seine Seitenkette besteht aus einem einzigen Wasserstoffatom. Daraus ergibt sich das Gly-X-Y-Motiv, das sich über hunderte Positionen wiederholt. In Zahlen: rund ein Drittel Glycin, weitere etwa 22% **Prolin** und **Hydroxyprolin**.

## Glycin: bedingt entbehrlich, in der Praxis oft knapp

Glycin gilt als nicht-essenziell, weil der Körper es aus Serin herstellen kann. Meléndez-Hevia et al. (2009) haben diese Bilanz durchgerechnet und kamen zu einem unbequemen Ergebnis: Die eigene Syntheseleistung deckt den Bedarf für einen vollständigen Kollagenumsatz rechnerisch nicht. Sie sprechen von einer Lücke in der Grössenordnung von rund zehn Gramm pro Tag. Dazu kommt: Glycin geht auch in **Glutathion**, Kreatin, Häm und Gallensalze. Wer wenig Bindegewebe isst - Haut, Knorpel, Knochenbrühe - nimmt kaum welches auf.

## Hydroxyprolin entsteht erst nach der Übersetzung

Hydroxyprolin steht in keinem genetischen Code. Es entsteht, wenn das Enzym Prolylhydroxylase bereits eingebautes Prolin nachträglich hydroxyliert - und dieses Enzym braucht zwingend **Vitamin C** als Kofaktor (Peterkofsky 1991). Für Vitamin C ist der Claim «trägt zur normalen Kollagenbildung bei» zugelassen. Für Kollagen als solches hat die EFSA keinen Health Claim genehmigt - das gehört zur ehrlichen Einordnung.

## Warum Studien mit fixen Grammzahlen arbeiten

Interventionsstudien dosieren nicht nach Gefühl: 2.5 g, 5 g oder 15 g pro Tag - die Menge ist Teil des Designs. König et al. (2018) arbeiteten zwölf Monate lang mit 5 g täglich. Wer zu Hause mit dem Messlöffel schätzt, verlässt diesen Rahmen schneller als gedacht: Ein locker gefüllter und ein gestrichener Löffel unterscheiden sich leicht um mehrere Gramm. Vorportionierte Beutel nehmen die Unschärfe heraus - jede Portion ist dieselbe Portion.

## Wie WOO® Kollagen Natur in der Portionsbox aufgestellt ist

**[WOO® Kollagen Natur](/de/shop/woo-kollagen-natur-box)** in der Box besteht aus 87% Kollagen-Hydrolysat und 13% Kollagen-Tripeptiden aus Rind, hergestellt in der Schweiz. Sonst nichts: kein Zucker, kein Süssungsmittel, kein Aroma. Pro Beutel à 15 g sind das 14 g Eiweiss, 0 g Kohlenhydrate und 54 kcal - 30 identisch abgemessene Tagesportionen, eingerührt in 200 ml Wasser. Für den Vitamin-C-Kofaktor bietet sich **[WOO® Beauty Caps](/de/shop/woo-beauty-caps-can)** an. Laktosefrei, glutenfrei, nicht geeignet für Veganer und Vegetarier.

## Häufige Fragen

**Wie viel Glycin liefert eine Portion?**
Bei rund einem Drittel Glycinanteil und 14 g Eiweiss pro Beutel etwa vier bis fünf Gramm. Ein relevanter Beitrag, aber kein Ersatz für eine glycinreiche Ernährung.

**Muss ich Vitamin C zeitgleich einnehmen?**
Entscheidend ist die Grundversorgung, nicht die Uhrzeit. Kollagen morgens und Vitamin C über den Tag verteilt deckt den Kofaktorbedarf ab.

**Kann Kollagen mein Proteinpulver ersetzen?**
Nein. Kollagen enthält kein Tryptophan und wenig von mehreren weiteren unentbehrlichen Aminosäuren. Paul et al. (2019) verorten die sinnvolle Obergrenze bei rund einem Drittel der Gesamtproteinzufuhr. Für Proteine allgemein gilt der zugelassene Claim, dass sie zur Erhaltung normaler Knochen beitragen.

## Quellen

Meléndez-Hevia E et al. (2009), Journal of Biosciences - A weak link in metabolism: the metabolic capacity for glycine biosynthesis does not satisfy the need for collagen synthesis.
Peterkofsky B (1991), American Journal of Clinical Nutrition - Ascorbate requirement for hydroxylation and secretion of procollagen.
Paul C et al. (2019), Nutrients - Significant amounts of functional collagen peptides can be incorporated in the diet while maintaining indispensable amino acid balance.
König D et al. (2018), Nutrients - Specific collagen peptides improve bone mineral density and bone markers in postmenopausal women.

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