# Nasenatmung im Sport: Was die Physiologie dazu sagt

> Die meisten Sportler atmen unter Belastung durch den Mund. Was die Physiologie der Nasenatmung beschreibt - und welche Rolle Stickstoffmonoxid dabei spielt.

Die Frage, ob die Nasenatmung im Sport Vorteile gegenüber der Mundatmung bietet, ist komplex und wird oft vereinfacht dargestellt. Die physiologischen Mechanismen hinter der Nasenatmung sind jedoch entscheidend, um ihre potenziellen Vorteile und Grenzen zu verstehen. Es geht nicht um ein starres Dogma, sondern um die Anpassung an die spezifischen Anforderungen des Körpers.

## Physiologische Vorteile der Nasenatmung

Die Nase ist weit mehr als nur ein Luftkanal; sie erfüllt essenzielle Funktionen, die der Mund nicht leisten kann. Sie **filtert** die eingeatmete Luft von Partikeln, Pollen und Krankheitserregern durch Nasenhärchen und Schleimhäute. Gleichzeitig **erwärmt und befeuchtet** sie die Luft auf Körpertemperatur und nahezu 100 % relative Feuchte, bevor diese die empfindlichen Atemwege erreicht. Dies schützt die Bronchialschleimhaut vor Reizungen, die durch kalte, trockene Luft entstehen können.

## Stickstoffmonoxid und Atemwegserweiterung

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Produktion von **Stickstoffmonoxid (NO)** in den Nasennebenhöhlen. Bei der Nasenatmung wird dieses NO in die tiefen Atemwege transportiert, wo es **gefässerweiternde (vasodilatatorische)** und **atemwegserweiternde (bronchodilatatorische)** Effekte hat. Dies kann die Sauerstoffaufnahme verbessern. Zudem besitzt NO **antimikrobielle Eigenschaften**, die Viren und Bakterien in den oberen Atemwegen hemmen. Dieser Schutzmechanismus ist bei Mundatmung nicht aktiv.

## Atemwegswiderstand und Trainingsintensität

Der **höhere Atemwegswiderstand** der Nase ist physiologisch gewollt und trainiert die Atemmuskulatur. Bei niedriger bis mittlerer Intensität ist dies vorteilhaft. Bei sehr hoher Trainingsintensität, wenn ein grosses Atemvolumen benötigt wird, kann der Querschnitt der Nase jedoch limitierend sein. In solchen Fällen ist der Wechsel zur Mundatmung oder einer kombinierten Nasen-Mund-Atmung physiologisch notwendig und sinnvoll, um die Sauerstoffversorgung sicherzustellen.

## Häufige Fragen

**Warum ist Nasenatmung im Sport besser?**
Die Nasenatmung filtert, wärmt und befeuchtet die Luft, bevor sie in die Lunge gelangt. Zudem wird Stickstoffmonoxid freigesetzt, das die Atemwege erweitert und antimikrobielle Eigenschaften besitzt.

**Wann sollte man im Sport durch den Mund atmen?**
Bei sehr hoher Intensität oder maximaler Anstrengung ist die Mundatmung notwendig, da der Luftstrom durch die Nase nicht ausreicht, um den Sauerstoffbedarf des Körpers zu decken. Eine kombinierte Atmung ist dann oft die beste Lösung.

**Können Nasenstrips die Atmung verbessern?**
Ja, **[WOO® Nasenstrips](/de/shop/woo-nose-strips)** können den nasalen Atemweg mechanisch erweitern und so den Atemwegswiderstand reduzieren. Dies ist besonders vorteilhaft für Personen mit engen Nasengängen oder bei Schnarchen.

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## Quellen

Lundberg JO et al. (2009), Nitric Oxide - Inorganic nitrate and the role of the nitrate-nitrite-NO pathway in human health.
Dallam GM et al. (2018), J Sports Med - Nasal vs. oral breathing during aerobic exercise.
Tanaka Y et al. (2000), Rhinology - Nasal airflow resistance and maximum exercise capacity.

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